Freitag, 14. August 2009

AUF DER SUCHE NACH DEM VERLORENEN PARADIES: WO EINKAUFEN NOCH SPASS MACHT

Foto: Wir lieben Lebensmittel...

Liebe Leser!

Wir gestehen es, die "Notgroschen"- Redakteurinnen sind Nostalgikerinnen...

Aber kauft Ihr nicht auch lieber dort ein, wo der Kunde noch König ist?
Beim kleinen "nah und gut"- Supermarkt von Josef Stegmann im Hochfeld ist die Konsumwelt noch in Ordnung!
Statt orientierungslos durch die Mega- Supermärkte mit so klangvollen Namen wie "Real" oder "Kaufmarkt" zu irren, ist es doch hier viel schöner.
Wenn auch die Butter ein paar Cent teurer ist, es lohnt sich! Da werdet Ihr noch wirklich engagiert und persönlich vom Chef bedient... Oder vom Lehrling in seinem coolen schwarzen "Wir lieben Lebensmittel"- T- Shirt.
Ob Buttermilch, Tageszeitung oder Beileidskarte, alles ist zu haben.
Und wer sein letztes Hemd hergegeben hat- bei Stegmann gibts ein Neues!

Also nichts wie hin!
Denn konturlose Einkaufstempel haben wir schon genug... und die letzten Paradiese werden immer weniger!


Mittwoch, 12. August 2009

AUGSBURGER BACKLAIB DARF VERHÜLLT WEITER GEZEIGT WERDEN!

Rainer Schaal macht sich von der Verhüllung des "Augsburger Backlaibs" selbst ein Bild

Gunther von Hagens`Rache an Augsburg, nämlich die Zurschaustellung eines plastinierten Augsburger Backlaibs anstelle zweier Leichen beim Geschlechtsakt, ist dank des schnellen Handelns unseres Umweltreferenten Schaal gründlich missglückt.
Nachdem es scharfe Kritik aus der Bevölkerung hagelte, dass man doch das höchste Kulturgut der Datschiburger nicht derart in den Schmutz ziehen dürfe, wurde nun der Backlaib mit Folie verhüllt und darf in einem separaten Raum nur von gebürtigen, volljährigen Augsburgern besichtigt werden.
Die vom Aussteller präsentierten Fotos des Backlaibs mit Senf und Breze, bzw. einer Backlaibsemmel mussten wegen Erregung öffentlichen Appetits wieder abgehängt werden.
Von Hagens hat gegen das Vorgehen der Stadtverwaltung per Eilantrag Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Dienstag, 11. August 2009

AMT FÜR GRÜNORDNUNG WARNT VOR RODELN IM SOMMER

Foto: Einer von Augsburgs schönsten Schlittenbergen

Das Augsburger Amt für Grünordnung hat eindringlich vor Rodelpartien im Sommer gewarnt.
"So wie Sie, liebe Bürger, in Monaten ohne "R" keinen Karpfen essen, sollten Sie auch von Mai bis August das Rodeln unterlassen", so ein leitender Angestellter des Amts.

Foto: Nicht ohne Grund hat das Amt hier ein Schild aufgestellt

Wie heute bekannt wurde, ereigneten sich in den letzten Tagen einige dramatische Rodelunfälle mit mehreren Schwerverletzten, die zu sofortigem Handeln zwangen.
An besonders problematischen Stellen, wie dem Rote- Torwall- Berg mit seinem tückischen Gefälle, hat die Stadt nun Warnschilder aufgestellt, die die Bürger vor dieser gefährlichen Sportart, besonders bei sommerlichen Temperaturen, warnen sollen.

Sonntag, 9. August 2009

WAHRHAFT KÖNIGLICH: LITERATUR IM BIERGARTEN


Ein wahrhaft königliches Literaturerlebnis bescherte den Augsbürgern der letzte Abend von "Literatur im Biergarten".

Wie immer initiiert von Kurt Idrizovic, dem Buchhändler unseres Vertrauens, gab Bayern- Erzähler- Urgestein Wolf Euba, perfekt ergänzt von der virtuosen Maria Reiter am Akkordeon, unter dem Motto "eher großkariert" allerhand Geschichten von Oskar Maria Graf zum Besten.

Der vollbesetzte "Drei- Königinnen- Biergarten" brodelte gewaltig bei all den deftigen, frechen und auch nachdenklichen Geschichten des bayrischen Nationalautors.
Wer weiß denn schon, dass Adolf Hitler dem O. M. Graf zwangsweise die Kaffeehausrechnung zahlen musste oder wie sich eine echt bayrische Dorffeuerwehr verhält? Oder welche seelischen Nöte eine dralle Mittdreißigerin auf der Suche nach dem "Richtigen" erfährt? Da tun sich wahre Abgründe auf, in denen sich so mancher Zuhörer und so manche Zuhörerin wiedererkennt...

Ja, der Oskar Maria- scharf beobachtet und bis heute allerhand Wahres dran!

Nebenbei sei bemerkt, dass sich auch sieben Münchner nach Augsburg zur Literaturlesung verirrt hatten und als absoluter Frischling gesellte sich sogar unser OB Kurt Gribl hinzu. Ob er jedoch beim abschließenden "König- Ludwig- Lied" kräftig mitgesungen hat, entzieht sich unserer Kenntnis.

Alles in allem ein wahrhaft königlicher Abend,
meinen die Redakteurinnen vom "Notgroschen" und freuen sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Und wem das zu lange dauert, der schaut im Herbst in die "Kulturgaststätte Striese" in der Kirchgasse, wo Dr. Dirk Heisserer wieder allerhand Interessantes über Bayern und diverse Autoren zu berichten hat.

Ein weiterer heißer Tipp: Wilhelm Schlötterer, zwar immer noch CSU- Mitglied, aber scharfer Kritiker der Bayern- Amigos, stellt am 22. September sein Buch "Macht und Missbrauch" im Augustana- Saal in Augsburg vor. Also nichts wie hin in die "Buchhandlung am Obstmarkt" und Eintrittskarten kaufen!

Samstag, 8. August 2009

GUNTHER VON HAGENS WEHRT SICH GEGEN AUSSTELLUNGSVERBOT! ABSOLUTE SENSATION ANGEKÜNDIGT!


Foto: Gunther von Hagens Rache an Augsburg (in Folie gehüllt)

Nachdem Augsburgs Stadtverwaltung dem Leichenplastinator Gunther von Hagens die Zurschaustellung eines plastinierten Leichenpaars beim Sex untersagt hat, will der Aussteller sich grausam an der Fuggerstadt rächen.

"Unter der Silberfolie verbirgt sich ein plastinierter Backlaib und den stelle ich nächste Woche aus, egal was die Stadtverwaltung, und vor allem dieser Herr Schaal, sagen. Das ist mal etwas wirklich Schweinisches, fast zu hundert Prozent! Da werden die sensationsgeilen Besucher nur so hereinströmen und ich mache noch mehr Kohle als mit diesen poppenden Gerippen," meint Shocking Gunther.
Umweltreferent Schaal ist empört: "Notfalls nagele ich Bretter hin, denn dass jetzt ein plastinierter Augsburger Backlaib gezeigt wird, verstößt gegen das Lebensmittelgesetz und gegen die Würde des Augsburgers natürlich erst recht. Der Backlaib ist ja quasi unser höchstes Kulturgut."
Auch OB Gribl fühlt sich von den Ausstellern getäuscht. "Da geht es nur um Effekthascherei", sagt er. Bei der Durchsicht der Liste aller Exponate sei kein Backlaib aufgeführt gewesen.

Montag, 3. August 2009

VERLÄSST DAS "AUGSBURG JOURNAL" DEN PFAD DER TUGEND?


Aber Hallo, liebe Kollegen vom "Augsburg Journal"!

Sind Eure Auflagenzahlen derart geschrumpft, dass Ihr neuerdings zu unlauteren Mitteln greifen müsst?
Oder wollt Ihr jetzt als "Datschi- Playboy" Karriere machen?

Wirklich cool, "Augsburgs schönste Möpse" von der Wasserwacht Augsburg- Stadt!

Es gratulieren Euch zu diesem Super- Cover

die Mädels vom "Notgroschen"

Sonntag, 2. August 2009

AUGSBURG IST ERLEICHTERT: BENIMMPÄPSTIN DONATA GRÄFIN FUGGER VERABSCHIEDET SICH!

Foto: Endlich dürfen wir wieder schmatzen beim Genuss dieser herrlichen Puffbrause

Drei Jahre lang erklärte Donata Gräfin Fugger in einer Wochenendkolumne der "Augsburger Allgemeinen" den Datschiburgern die Welt des guten Tons.
Damit ist nun Schluss, denn Madame hat schließlich noch viel vor und wird an anderen Orten unseres Erdballs den Menschen zeigen, was man unter Etikette versteht.

"Man sollte zum Abschied wertschätzende Gedanken formulieren", meint die Grande Dame des perfekten Benehmens.
Das meinen wir Redakteurinnen auch, denn kein Wochenende verging ohne die Lektüre von Frau Fuggerins guten Tipps.

Und so haben wir uns im "Bierbrunnen", einer Augsburger Kneipe, bei den Gästen umgehört, was sie zum Fortgang der Gräfin sagen.

"Ja subbr," meint Dago R., der anonym bleiben möchte, "dann muss ich meiner Alten ja nicht länger die Türen aufhalten, und was sie sonst noch alles von mir verlangt hat, seit sie jeden Samstag die Artikel dieser Gräfin gelesen hat." Ein weiterer Gast fügt hinzu: "Und ich sollte sogar immer meine dreckigen Stiefel auziehen, wenn ich ins Wohnzimmer ging. Das ist ja jetzt gottseidank vorbei."
Nicht nur das männliche Stammpublikum der Kneipe ist erleichtert, auch Helga, die dralle Bedienung, freut sich: "Hoi, endlich darf ich wieder ungeniert in der Nase bohren und wenn mir einer von den alten Saubären da herin unter den Rock fasst, ists auch nicht mehr schlimm. Denn die Donata hat ja immer gemeint, man solle die Intimzone eines jeden wahren..."
Soweit die Stimmen einiger Uraugsburger.

Wir Redakteurinnen jedenfalls, liebe Donata, finden es gut, wenn frau die Autotüre aufgehalten wird und man(n) uns die Koffer trägt, wenngleich auch wir die eine oder andere Ihrer Regeln gelegentlich mit schlechtem Gewissen missachtet haben. Denn wie sagen Sie so schön:"Jeder muss mit sich ausmachen, ob er eine Benimmregel für sich ohne innere Reibung annehmen möchte."

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute.
Sie werden uns fehlen.