Mittwoch, 25. Januar 2012

TRIEBGESTEUERT! UND DAS MITTEN AM KÖ!

Revoluzzer

Widerstand gegen die städtische Abholzpolitik leistet derzeit ein Baum am Königsplatz.
Mit einem kräftigen Austrieb von neuen Ästchen beweist das bis zur Gürtellinie zwangsamputierte Gewächs, dass gegen die Kraft der Natur eine Kettensäge allein nicht genügt.
Ursprünglich war daran gedacht, in Zuge der Neugestaltung des Verkehrsknotenpunktes die Baumstümpfe an den Bahnsteigen zu Design- Stehtischen für die Fahrkartenkontrolleure der AVG umzuwandeln. Sie verfügen bisher noch über keinen Pausenraum und müssen notgedrungen ihr Butterbrot in der Straßenbahn essen.
Militante Baumschützer haben bereits mit einem Protestschreiben auf die in ihren Augen perverse Neunutzung der Baumstümpfe reagiert.

Montag, 23. Januar 2012

SUBBR! DATSCHIS KÖNNEN NICHT NUR SCHWÄBISCH!

Augsburgs Jakoberstraße

Zu einer Prachtmeile mit Weltstadtflair mausert sich Augsburgs Jakoberstraße.
Immer mehr Gastronomiebetriebe, die durchaus mit Etablissements in Berlin, Istanbul und Shanghai mithalten können, öffnen hier ihre Pforten.

Wirklich international

Besonders geglückt erscheint uns die Namensgebung der oben im Bild gezeigten Gaststätte.
Sie beweist, dass die Datschis wesentlich mehr können als nur Schwäbisch.
Korrekt in Wortwahl und Sinngehalt, stellt das Werbeschild eine perfekte Synthese von alten und neuen traditionellen Werten dar.
Wie füreinander gemacht scheinen die beiden Teile der Hinweistafel: Im oberen barock geformten Bereich der alteingesessene "Maierbräu" in Altomünster, im unteren geometrisch gestalteten Teil die lässig- coole internationale Ansage: "Beer Factory fun beer and more", was zu Deutsch so viel heißt wie: "Bierfabrik, Spaßbier und mehr..."
Zu wünschen ist, dass auch andere Unternehmen den Zeichen der Zeit folgen und mit Anglizismen das nicht mehr zeitgemäße Erscheinungbild vieler Werbebotschaften aufwerten.

Samstag, 21. Januar 2012

BRUTAL! NÄCHTLICHE SCHLÄGEREI AN STRASSENBAHNHALTESTELLE!

Gefährlich: Nachts an der Haltestelle

Zu einer schlimmen Schlägerei mit zwei Schwerverletzten kam es vergangene Nacht an einer Augsburger Straßenbahnhaltestelle.

Am Abgrund

Die beiden Kontrahenten, die während einer Zigarettenpause wegen viel Rauch um Nichts in Konflikt geraten waren, wurden leblos am Rand eines Abfalleimers gefunden.

Leblos: Die beiden Kontrahenten

Da es keine Zeugen zum Tathergang gibt, bleiben die wahren Umstände für die brutale Prügelei ungeklärt.

Mittwoch, 18. Januar 2012

AUGSBURG BLEIBT MOBIL: LECHWERKE STELLEN FAHRZEUGE FÜR KÖ- UMBAU!

Ein AVG- Ersatzbus

Eine große logistische Herausforderung für Augsburgs Verkehrsbetriebe ist der Umbau des zentralen Verkehrsknotenpunkts unserer Stadt.
Bald werden keine Straßenbahnen mehr fahren können, da eine Neuanlage der Gleise ansteht.
Die AVG hat bereits zahlreiche Ersatzbusse auf den neuesten Stand gebracht (s. Bild oben), die jedoch bei weitem nicht ausreichen, um die Fahrgastfluten zu bewältigen.

Die LEW machen mobil

Nun haben sich Augsburgs Energieversorger, die Lechwerke, bereit erklärt, ihren Brüdern von der AVG unter die Arme zu greifen.
"Wir sitzen alle in einem Boot...äh, Bus", meinen die Vorstandsvorsitzenden der LEW. "Jetzt müssen wir Datschis zusammenhalten. Deshalb geben wir zwei unserer leistungsstärksten Fahrzeuge zum Noteinsatz für die Nahverkehrler ab."

Super Fahrkomfort und gleich noch Werbung für das Hochablasskraftwerk

Wann die neuen, äußerst komfortablen und PS- starken Fahrzeuge zum Einsatz kommen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Dienstag, 17. Januar 2012

ÄSTHETIK PUR: DIE "SCHWARZE TÜTE"!

Ordnung am Straßenrand

Vorbildlich und mit ästhetischem Feingefühl reagieren Augsburgs Hundebesitzer auf außergewöhnliche Situationen.


Schwarze Tüte

Sollte einmal keiner der städtischen "Robidogs" in Sicht sein, um das dringende Geschäft seines vierbeinigen Lieblings zu beseitigen, gibt es durchaus andere Möglichkeiten.
Eine besonders elegante Möglichkeit zur Entsorgung stellt die sogenannte "Schwarze Tüte" dar.

FettDa rein

In dezentes Mattschwarz gehüllt, lässt diese Verpackung jedes peinliche Häufchen zum koketten Hingucker werden, der für Abwechslung an eintönigen Straßenzügen sorgt.
Auch vorübereilende Passanten äußerten sich positiv über das gelungene Arrangement, das zu näherer Betrachtung einlädt.

Sonntag, 15. Januar 2012

FINANZNOT! AUGSBURGER MÜSSEN IN MÜNCHEN BETTELN!

Für Augsburg tut er alles

Schlimme Folgen haben die klammen Stadtkassen derzeit für mehrere hundert städtische Verwaltungsangestellte.
Da Sparen allein nicht genügt, wurden sie dazu verpflichtet, in der reichen Nachbarstadt München Geld zu sammeln, damit wenigstens die schlimmsten Finanzlöcher gestopft werden können.
Gekleidet in die Stadtfarben und mit einem Schild mit der Aufschrift "Ich bin Augsburger und brauche Geld" versehen sie nun ihren peinlichen Dienst an zentralen Plätzen der Landeshauptstadt.
Wer sich weigert, auf Betteltour zu gehen , hat mit einer Kündigung zu rechnen, so die vertrauliche Auskunft einer Insiderin.
Die Stadtkämmerei erhofft sich durch die ungewöhnliche Aktion Mehreinnahmen im vierstelligen Bereich.

Samstag, 7. Januar 2012

DATSCHIS SAGEN, WO`S LANGGEHT: JETZT KOMMEN DIE SYMPATEN!

Sag mir, wo`s hingeht

Augsburgs größte historische Baustelle seit Errichtung der Wallanlagen, der Königsplatzumbau, führt mittlerweile zu einer stadtweit grassierenden Desorientierung der Bürger.

Hilfe naht

Um einer größeren Hysterie vorzubeugen, wird nun Plan X, wie er in internen Kreisen genannt wird, zum Einsatz kommen.
Sogenannte "SymPaten", das sind Fuggerstädter, die über viel Zeit, Geduld und Toleranz verfügen, sollen allen verirrten Schäflein der Nahverkehrsherde den richtigen Weg zeigen.

Typisch Augsburg: Offen, hilfsbereit und jederzeit ansprechbar

In psychologisch betreuten Kursen lernen die menschlichen Wegweiser alles Nötige über den Umgang mit verwirrten Datschis.
"Erstes Ziel ist die Vermittlung einer positiven Gesprächsatmosphäre", so Corinna P., die verhaltenstherapeutisch geschulte Ausbilderin der "SymPaten".
"Denn wenn der Augsburger nicht mehr weiß, wo es langgeht, kann er schnell zum Psychopathen werden. Gezeigt hat das kürzlich die Schließung einer "Reiter"- Filiale in Lechhausen. Dort lief ein 56- jähriger Amok, weil er seinen geliebten Backlaib nicht mehr bekam und für ihn eine Fahrt mit der Straßenbahn in ein anderes Stadtviertel ein unüberwindliches Hindernis darstellte..."

Immer zu zweit

Um sich besser gegen Angriffe desorientierter Bürger, die ihre gewohnte Nahverkehrsverbindung nicht finden, zur Wehr setzen zu können, dürfen die mit grün-weiß-roten Overalls bekleideten städtischen Informanten, die auch einen Grundkurs in den gängigen Nahkampftechniken erhalten, nur zu zweit auf Streife gehen. Auch ist die Schichtdauer wegen der menschlich äußerst fordernden Tätigkeit auf zwei Stunden begrenzt.


Gut ausgerüstet

Was die Ausrüstung angeht, sind die "SymPaten" auf dem neuesten Stand. Neben einer Verbandstasche und Instant- Schupfnudelportionen führen sie ähnlich wie die Schweizer Rettungshunde ein Fässchen mit sich, das mit guttemperiertem "Augusta"- Bier gefüllt ist. Dies macht es möglich, den von vielen Irrwegen entkräfteten AVG- Fahrgästen ein Quäntchen Trost in ihrer ausweglosen Lage zu spenden.

Ehrensache ist außerdem, mit dem alteingesessenen AVG- Personal in keinerlei Konkurrenzsituation zu kommen.
Deshalb erfolgt der Arbeitseinsatz der "SymPaten" mindestens zwei Kilometer entfernt von den Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs.
So befindet sich beispielsweise der Infopunkt für den im Umbau befindlichen Königsplatz auf Höhe des etwas abgelegenen Plärrerbads.

Zu hoffen ist, dass durch diese einzigartige Bürgerhilfe auch in Zeiten schwerwiegender innerstädtischer Umwälzungen Augsburgs Einwohner sicher und reibungslos den Zentrumsbereich passieren können.