Mittwoch, 21. Oktober 2009

KINDERARBEIT BEI DER AVG?

Foto: Hallo, wer spricht denn da?

Liebe Leser, seid Ihr derzeit mit den Bussen und Straßenbahnen der AVG unterwegs, so werdet Ihr an manchen Haltestellen durch eine muntere Kinderstimme aus Eurem Nahverkehrsschlaf geschreckt.
Statt der altbekannten gelangweilten Damenstimme klingts ganz unternehmungslustig durch den Wagen: "Nächster Halt: Rotes Tor !"
Ihr werdet Euch nun fragen, ob die Augsburger Verkehrsgesellschaft schon so sehr spart, dass arme Kinder für einen Hungerlohn die Haltestellen ansagen müssen?
Weit gefehlt! Anlässlich der Geburtstagsfeier des Busbahnhofs an der Lechhauser Straße am 10. Oktober durften Kinder die Haltestellenansage verschiedener Bus- und Straßenbahnlinien mit ihrer Stimme aufpeppen. Einige der ausgewählten Haltestellen sind Umsteigepunkte, der Großteil sollte aber einen Bezug zu Kindern haben.
So z. B. "Nächste Haltestelle Maria Stern, alle Schüler aussteigen!"

Uns Redakteurinnen gefällts, vielleicht gibts ja auch bald ein paar Ansagen von unserem Lieblingssprecher Herrn Ranzmayr aus dem Hochfeld in echtem Augsburgerisch.
Also lasst Euch überraschen, macht mal eine kleine Rundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchs Städtle und hört gut zu!


Dienstag, 20. Oktober 2009

SENSATIONELL! ERSTER BAYER LANDET AUF DEM MOND!

Foto: Jetzt weht endlich die weißblaue Flagge auf dem Mond

In den frühen Morgenstunden ist heute das erste bayrische Raumschiff auf dem Mond gelandet.
Nach einem problemlosen Start in München- Unterpfaffenhofen und einem mehrstündigen Flug ohne größere Turbulenzen konnten die vier Insassen des Spaceshuttles gegen 6.00 MBZ (Mittelbayrische Zeit) auf dem Himmelsplaneten das freistaatliche Banner hissen.

Seppi Hinterhuber aus Aschau im Chiemgau, der Kommandant der urbayrischen Mannschaft mit Laptop und Lederhosn, ist sich der historischen Tragweite des Unternehmens bewusst: "Oiwei warn die Russn und Amerikaner uns voraus, aber damit is jetzad Schluss! Mia san mia und unserm Kini treu ergebn!"

Unbestätigen Berichten zur Folge soll sich auch Ex- Ministerpräsident Edmund Stoiber an Bord des Raumschiffes befunden haben. Er möchte das in der Landeshauptstadt München gescheiterte Transrapid- Projekt nun auf dem Mond realisieren.
Große bayrische Investoren sind ebenfalls an einer schnellen Erschließung des neuen Territoriums interessiert: In Bälde sollen eine Filiale des Münchner Hofbräuhauses, eine BMW- Dependance und auch ein Freizeitpark "Neuschwanstein" eröffnet werden.



Sonntag, 18. Oktober 2009

AUGSBURGS STADTKASSE LEER? DER NOTGROSCHEN HAT DIE LÖSUNG!

Foto: In St. Anna längst Realität- vielleicht die Rettung für Augsburgs leere Stadtkasse?

Hallo sehr verehrter Stadtkämmerer Hermann Weber!

Wir vom "Notgroschen" haben die Lösung für Augsburgs leere Stadtsäckel!
Als unsere Schwester Rabiata kürzlich ihren evangelischen Brüdern und Schwestern einen Besuch in St. Anna abstattete, fiel ihr dort dieser Wunderapparat sofort ins Auge: Ein elektronischer Opferstock! Einfach die EC- Karte reinschieben, Spendenbetrag eintippen und schon geht eine Menge Kohle aufs richtige Konto.

Wie wäre es also: Anstatt die Bürger mit unsinnigen Sparmaßnahmen zu traktieren, lieber ein paar solche tolle rote Kisten z.B. am Kö oder vor dem Rathaus plazieren und den Spieltrieb unserer Datschiburger reizen. Die stecken bestimmt gerne ihr Kontokärtle in die Maschine und sind dabei nicht knausrig!
Dann rollt der Rubel in Augsburgs Kassen,
das garantieren
die Redakteurinnen vom "Notgroschen"



Donnerstag, 15. Oktober 2009

KOMMT VERGESSENER HEILIGENSCHEIN JETZT UNTER DEN HAMMER?

Foto: Gegen Höchstgebot abzugeben: Der herrenlose Heiligenschein (Schaufenstermitte)

Noch immer schwirrt der auf einer Hutablage in der Bar "Laola" vergessene Heilgenschein (wir berichteten) orientierungslos im Lokal umher und soll nun meistbietend versteigert werden.
Nachdem sich der Besitzer der äußerst seltenen Kopfbedeckung bisher nicht gemeldet hat, will der Wirt der Kneipe am Mittleren Graben nun das Fundstück zur Versteigerung ins Städtische Leihamt bringen, um eine weitere Gefährdung seiner Gäste durch den tieffliegenden himmlischen Kamikazereifen auszuschließen.
Warum hier ein Heiliger sein zweitbestes Teil einfach an den Nagel gehängt hat, bleibt weiter unklar. Vielleicht findet er ja ein irdisches Leben mit Wein, Weib und ohne Gesang einfach besser.

Der nächste Termin für die Versteigerung von Fundsachen kann nachgefragt werden beim
Städt. Fundamt
Franziskanergasse 4
86150 Augsburg

Montag, 12. Oktober 2009

BALD OPEN- AIR- TRAUUNG MIT WALTER BÖHM?

Foto: Der Traum einer jeden Augsburgerin: Ein Ja- Wort auf dem Perlachturm

Nachdem Karl Krömer, der Leiter des Augsburger Standesamts sich so vehement gegen Trauungen im Freien ausgesprochen hat, sahen viele Augsburger Heiratswillige ihre kühnen Pläne schon in Schall und Rauch aufgehen. Keine Hochzeit auf dem Perlachturm oder im Rosenaustadion? Schade!
Jetzt hat Ordnungsreferent Böhm, der Vorgesetzte Krömers, ein Machtwort gesprochen: "Wenn es unter würdigen Rahmenbedingungen passiert, bin ich einer Trauung unter freiem Himmel nicht abgeneigt. Wenn die Leute unzufrieden sind mit der Entscheidung des Standesamtsleiters, sollen sie zu mir kommen."

Wir Redakteurinnen finden das super! Dass der Perlachturm ein würdiger Ort ist für eine Datschiburger Hochzeit, ist unumstritten.
Ja, und Walter Böhm als Standesbeamten fänden wir auch Klasse!

Also liebe Leser und Leserinnen, noch ist nicht Hopfen und Malz verloren: Einen würdigen Augsburger Ort gesucht und schon könnt Ihr Euch trauen...

Samstag, 10. Oktober 2009

IST DIE AVG BESSER ALS IHR RUF?

Foto: Ja subbr, es gibt ja doch eine Beschwerdestelle bei der AVG

Bei unserer heutigen Strassenbahnfahrt ins Städtle fielen uns diese tollen Flyer der AVG auf.
Endlich gibts da eine Nummer gegen Kummer im öffentlichen Nahverkehr.
Das ist sicherlich auch für die Familie mit der jugendlichen Schwarzfahrerin wider Willen (wir berichteten) ein heißer Tipp.
Also nichts wie ran ans Telefon!

Foto: Allzeit gesprächsbereit- die Telefonseelsorge der AVG

Wir sind gespannt, ob die sicherlich psychologisch geschulten Kriseninterventionsberater die ihnen gestellte Aufgabe mit Bravour meistern oder doch wieder der altgewohnte Datschiburg- Muff dort herrscht.
Charmante Callgirls, die sich kommunikationsgeschult den Sorgen der mobilen Kundschaft widmen oder ein dauerndes Belegtzeichen?
Wir werden sehen und das neue Angebot testen.
Auch für Herrn Braun von rt.1 garantiert mal eine gute Nummer!

ABGESTEMPELT! AVG ZOCKT SCHÜLERIN (10) AB!

Foto: Wer weiß, ob der Chip in der Fahrkarte funktionert...

Wie eine zehnjährige Schülerin zur registrierten Schwarzfahrerin wurde, erzählt die folgende, wahre Geschichte.

Die Mutter des Mädchens:
"Meine Tochter wurde auf ihrem Schulweg, den sie mit der Straßenbahn zurücklegt, von einem AVG- Angestellten kontrolliert.
Er prüfte das am Schuljahresanfang ausgegebene Abo auf Gültigkeit und da das Lesegerät den Chip der Fahrkarte nicht registrieren konnte, bekam meine Tochter einen "Strafzettel" über 40 Euro, den sie mir völlig eingeschüchtert zu Hause vorlegte.
Da das Bußgeld unberechtigt war, machte ich mich tags darauf persönlich auf zum Kundencenter der Stadtwerke, um die Sache zu bereinigen. Denn auf dem Beleg war weder eine Telefonnummer noch ein Ansprechpartner für Rückfragen vermerkt.
Die dortige Sachbearbeiterin meinte, ohne sich für die Panne zu entschuldigen, der Chip auf der Fahrkarte meiner Tochter wäre defekt und stellte mir nach fünf (!) Fehlversuchen eine vorläufige Karte aus. Das Bußgeld wollte sie stornieren.

Ende gut alles gut? Weit gefehlt!
Drei Tage später erhielten wir ein Schreiben der AVG, darin eine Rechnung über vierzig Euro und die Information, dass meine Tochter als "Schwarzfahrer" bei der AVG registriert sei.
Nun nahm sich mein Mann der Sache an und sprach bei der AVG vor. Jedoch ohne Erfolg.
Wir überlegen jetzt, rechtliche Schritte einzuleiten, es kann doch nicht sein, dass eine Zehnjährige als Schwarzfahrerin abgestempelt wird, zumal sie ein gültiges Abo hatte und außerdem in diesem Alter, wie alle wissen, die Fahrt zur Schule kostenfrei ist.
Die AVG kann sich ein derart kundenunfreundliches Verhalten auch nur leisten, weil sie in der Monopolstellung ist und die Leute darauf angewiesen sind.
Dass man kürzlich den freundlichsten Augsburger Busfahrer gewählt hat, erscheint uns als pure Verarschung der Kunden!"
Soweit die Mutter der zehnjährigen Gymnasiastin.

Auch wir vom "Notgroschen" finden den Vorfall empörend und hoffen zumindest auf eine Entschuldigung bei der betroffenen Familie.
Hier haben Stadtwerke und AVG wieder einmal gezeigt, was sie können. Applaus!